Java

Versionshinweise
JavaTM 2 SDK, Standard Edition
Version 1.3.1

 

Inhaltsverzeichnis

Überblick
Java Virtual Machine
Schriftarteneigenschaften
Xserver-Fehler unter Solaris
RMI
CORBA, RMI-IIOP und Java IDL
Java 2DTM-Technologie
Ziehen und Ablegen
Eingabehilfe
AWT und Swing
JDBC
Sicherheit
Netzwerk
JavaTM Plug-in-Komponente
Lokalisierungshinweise
Dokumentation
Tools können unter Solaris 2.6 keine japanischen PCK-Strings konvertieren
Probleme mit der Schriftart für traditionelles Chinesisch
Unterstützung für Windows 2000
Installation unter Windows NT

Überblick

Bei Java 2 SDK, Standard Edition 1.3.1 (J2SDK 1.3.1) handelt es sich um eine Wartungsversion mit Korrekturen von Fehlern, die in früheren Versionen entdeckt wurden. Ausführlichere Informationen zu diesen Fehlern finden Sie im Abschnitt
In dieser Version behobene Fehler

Darüber hinaus enthält J2SDK 1.3.1 die folgenden Verbesserungen:

Eine Dokumentation des Java Plug-ins finden Sie auf der Java Plug-in-Website.

Eine vollständige Dokumentation von J2SDK 1.3.1 ist als Download erhältlich . Siehe auch das neue Online-Dokument Optimieren der Garbage Collection mit Hilfe der Java Virtual Machine von J2SDK 1.3.1.

Die im Folgenden aufgeführten, für Benutzer von J2SDK 1.3.1 möglicherweise relevanten Informationen enthalten Beschreibungen wichtiger Fehlerkorrekturen, bekannter Fehler und Ausweichlösungen sowie verschiedene Tipps und Vorschläge zur Verwendung dieser Version.

Java Virtual Machine

Die folgenden Hinweise beziehen sich auf die Java Virtual Machine.

Schriftarteneigenschaften

In Bezug auf Schriftarteneigenschaften treten bei dieser Version die folgenden Fehler auf:

Xserver-Fehler unter Solaris

Der Solaris-Xserver-Fehler kann das System zum Absturz bringen, wenn eine in Java geschriebene Anwendung auf Schriftarten zugreift. Dieses Problem wird im Fehlerbericht 4391019 beschrieben. Die folgenden Solaris-Korrekturversionen für Xserver werden ab Mitte Juni 2001 zur Verfügung stehen. Sie helfen möglicherweise dabei, das Auftreten dieses Problems zu verringern.

Für Solaris 2.6: 105633-55 (Sparc) 106248-41 (Intel)
Für Solaris 7: 108376-24 (Sparc) 108377-22 (Intel)
Für Solaris 8: 108652-31 (Sparc) 108653-26 (Intel)

Überprüfen Sie auf der SunSolve-Website die Verfügbarkeit dieser Korrekturversionen.

RMI

Im Folgenden werden wichtige in dieser Version umgesetzte Änderungen der Funktionsweise von RMI (Remote Method Invocation) genannt.

CORBA, RMI-IIOP und Java IDL

Die folgenden Kommentare beziehen sich auf die CORBA-, RMI-IIOP- und Java IDL-Funktionalität in dieser Version.

Java 2DTM-Technologie

Fehler 4178909 in den Java 2DTM -Bibliotheken führt gelegentlich dazu, dass Anwendungen im 8 Bit-Modus nicht richtig dargestellt werden können. Dieses Problem sollte nur auftreten, wenn eine Anwendung zum ersten Mal nach einem Neustart des Systems oder dem Umstellen des Anzeigemodus auf 8 Bit gestartet wird.

Es bestehen auch einige DirectDraw betreffende Fehler. Falls bei Ihnen Probleme mit DirectDraw auftreten, können Sie DirectDraw auch deaktivieren:

-Dsun.java2d.noddraw=true

Bei manchen Grafikkartentreibern können die auf dem Bildschirm dargestellten Bilder bzw. Fenster erscheinen, als würden sie neu synchronisiert oder springen, wenn auf DirectDraw zugegriffen wird. Wenn dieser Effekt bei Ihnen auftritt, sollten Sie versuchen, auf der Website des Herstellers einen aktuelleren Treiber zu finden, mit dem das Problem gelöst werden kann.

Die Java-Plattform unterstützt keine 16-Farben-Anzeige. Falls Probleme beim Zeichnen von Grafiken und GUI-Komponenten im 16-Farben-Modus auftreten, sollte die Farbtiefe auf 256 Farben oder mehr umgestellt werden.

Ziehen und Ablegen

Die folgenden Funktionen wurden implementiert und sind funktionstüchtig, sind jedoch nicht vollständig getestet und werden für diese Version nicht unterstützt.

Eingabehilfe

AWT- und Swing-Komponenten verfügen über innere Klassen, über die die Java-Zugriffs-API implementiert wird und die für die Komponenten entsprechende Zugriffs-Unterstützung gewährleisten. Für die folgenden AWT-Klassen wurde in dieser Version die Zugriffs-Unterstützung jedoch nicht vollständig implementiert:
java.awt.TextComponent
java.awt.Menu
java.awt.MenuItem
java.awt.List
Vollständige Zugriffs-Unterstützung für alle Komponenten wird in einer der künftigen Versionen der Java 2-Plattform implementiert.

AWT und Swing

Die folgenden Kommentare beziehen sich auf die AWT- und Swing-Funktionalität in dieser Version.

JDBC

Unter Windows NT unterstützt die JDBC 2.0-Bridge den Treibermanager und die Treiber von ODBC 2.x und ODBC 3.x. Die JDBC 2.0-Bridge wurde nur mit einem ODBC 3.x-Treibermanager und mit ODBC 2.x- und 3.x-Treibern getestet.

Merant empfiehlt, die JDBC 2.0-Bridge zusammen mit den DataDirect ODBC-Treibern von Merant, Version 3.5 oder höher, zu verwenden.

Sicherheit

Die folgenden sicherheitsrelevanten Themen beziehen sich auf diese Version.
  • Das Dienstprogramm jarsigner kann Dateien prüfen, die von Netscape SignTool 1.3 signiert wurden, wenn die Zertifikate für das Signieren des Codes nicht eigensigniert sind. Hinweis: Offizielle Netscape-Zertifikate zum Signieren von Code können von VeriSignTM bezogen werden. Diese Zertifikate werden von VeriSign herausgegeben. Sie sind nicht eigensigniert.

    Das Netscape SignTool 1.3 fügt der Signaturdatei keine Zertifikate hinzu, wenn das Zertifikat zum Signieren von Code eigensigniert ist. Das Programm jarsigner kann eine signierte JAR-Datei nicht prüfen, wenn die Signaturdatei nicht das Zertifikat des Unterzeichners enthält. Hinweis: Das von SignTool 1.3 selbst erzeugte Zertifikat zum Signieren von Code ist nur für Testzwecke geeignet und ist eigensigniert. Es ist ein bekanntes Problem, dass jarsigner keine JAR-Dateien prüfen kann, die von Netscape SignTool 1.3 signiert wurden, wenn das Zertifikat zum Signieren von Code ein eigensigniertes Testzertifikat ist.

  • Im Java 2 SDK werden Anwendungsklassen durch eine ClassLoader-Instanz geladen. Dadurch können Anwendungsklassen installierte Erweiterungen nutzen. Außerdem wird dadurch der vom Benutzer angegebene Anwendungsklassenpfad vom Bootstrapklassenpfad getrennt, der fest vorgegeben ist und normalerweise nicht vom Benutzer geändert werden sollte. Bei Bedarf kann die Option -Xbootclasspath verwendet werden, um den Bootstrapklassenpfad zu überschreiben.

    Das bedeutet jedoch, dass Anwendungsklassen im Java 2 SDK als Standard nicht mehr über alle Berechtigungen verfügen. Die Berechtigungen werden dann auf der Grundlage der für das System konfigurierten Sicherheitsrichtlinien vergeben. Das kann dazu führen, dass einige Anwendungen, die ihren eigenen Sicherheitscode auf der Grundlage des ursprünglichen 1.0/1.1-Sicherheitsmodells schreiben, eine Ausnahme ausgeben und nicht im Java 2 SDK gestartet werden. Dieses Problem kann umgangen werden, indem diese Anwendungen mit dem Anwendungsstartprogramm oldjava ausgeführt werden. Die zugehörige Dokumentation finden Sie auf der Referenzseite für das Java-Startprogramm.

  • In den folgenden Hinweisen werden die Probleme bezüglich Sicherheitsrichtlinien und Signieren zusammengefasst.
    • Die von der Java 2-Plattform verwendete Implementierung der Standardsicherheitsrichtlinien ist in der Eigenschaft policy.provider in der Java-Sicherheitseigenschaftendatei jre/lib/security/java.security angegeben. Wenn Sie eine nicht dem Standard entsprechende Implementierung der Sicherheitsrichtlinien angeben, müssen Sie die neue, nicht dem Standard entsprechende Klassendatei für Sicherheitseigenschaften im Bootstrapklassenpfad einfügen. Dies können Sie über die Befehlszeilenoption -Xbootclasspath erreichen. Informationen über diese Option finden Sie auf der Referenzseite für das Java-Startprogramm. Dadurch wird die Richtliniendatei vom Bootstrapklassenlader geladen. Wenn die neue Standardrichtliniendatei an anderer Stelle abgelegt wird, z.B. im Klassenpfad oder einer Erweiterung, kann sie nicht gefunden werden und es werden stattdessen die Standardrichtlinien verwendet, die in sun.security.provider.PolicyFile abgelegt sind.

    • Ab Version 1.2.2 wird im Java 2 SDK ein neuer Klassenlademechanismus verwendet. Für den neuen Klassenlader gilt: Wenn eine beliebige Datei signiert ist, die zu einem Paket in einer Jar-Datei gehört, müssen alle Klassen, die zu demselben Paket gehören, von demselben Unterzeichner signiert worden sein. Es ist nicht mehr möglich, eine Jar-Datei zu verwenden, in der einige Klassen eines Pakets signiert sind und andere nicht bzw. von einem anderen Unterzeichner signiert wurden. Jar-Dateien können weiterhin unsignierte Pakete enthalten. Wenn jedoch Pakete signierte Klassen enthalten, müssen alle Klassendateien dieses Pakets von demselben Unterzeichner signiert sein. Vorhandene Jar-Dateien, die dieses Kriterium nicht erfüllen, können mit dieser Version der Java 2-Plattform nicht verwendet werden.

  • Das Tool keytool kann zur Zeit ein Base64-codiertes Zertifikat nur importieren oder ausdrucken, wenn die Datei mit einer Leerzeile (Zeilenvorschub) abgeschlossen ist. Wenn am Ende der Zertifikatsdatei kein Zeilenvorschub vorhanden ist und Sie versuchen, das Zertifikat zu importieren oder zu drucken, wird eine CertificateException "Unsupported encoding" oder eine keytool-Fehlermeldung wie "Failed to parse input" oder "Input not an X.509 certificate." ausgegeben.

    Wenn eine derartige Meldung oder Ausnahme ausgegeben wird, kann ein fehlender abschließender Zeilenvorschub die Ursache sein. Das kann unter anderem dann geschehen, wenn eine Zertifikatsantwort einer Zertifizierungsstelle (als Antwort auf eine Zertifikatssignierungsanforderung) keinen abschließenden Zeilenvorschub enthält.

    Unter UNIX kann durch Ausführen des folgenden Befehls festgestellt werden, ob die Datei einen abschließenden Zeilenvorschub enthält:

        od -xc <Zertifikatsname>
    
    wobei <Zertifikatsname> der Name der Datei ist, die das Zertifikat enthält. Wenn die Datei zum Beispiel den Namen meinzert trägt, würde der Befehl so aussehen:
        od -xc meinzert
    
    Wenn die entsprechende Ausgabe ganz am Ende ein "\n" enthält (ohne die Anführungszeichen), ist bereits ein Zeilenvorschub am Ende vorhanden. Falls nicht, können Sie einen Zeilenvorschub hinzufügen.

    Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Zertifikatsdatei einen abschließenden Zeilenvorschub enthält, können Sie einen abschließenden Zeilenvorschub entsprechend dem folgenden Absatz hinzufügen (da zusätzliche Zeilenvorschübe keine Probleme verursachen) und den Befehl -import oder -printcert wiederholen. Wenn der Befehl jetzt funktioniert, war ein fehlender Zeilenvorschub die Ursache. Wenn immer noch eine Fehlermeldung ausgegeben wird, liegt ein anderes Problem mit dem Zertifikat vor.

    Um am Ende einer Base64-codierten Zertifikatsdatei einen Zeilenvorschub hinzuzufügen, öffnen Sie die Datei in einem beliebigen Texteditor, setzen Sie den Cursor an das Ende der Datei, und fügen Sie einen Zeilenvorschub ein (bzw. Wagenrücklauf + Zeilenvorschub), z.B. durch einfaches Drücken der Eingabetaste auf der Tastatur.

  • Netzwerk

    In dieser Version liegen in der Netzwerk-API die folgenden bekannten Fehler und Beschränkungen vor:

    Wenn Ihre Anwendung die Netzwerkklassen verwendet, kann es in Verbindung mit Winsock 1.1 zu Unzuverlässigkeiten kommen. Wenn Ihre Netzwerkanwendung Windows 95 unterstützen muss, in dessen Lieferumfang Winsock 1.1 enthalten ist, sollten die Benutzer Ihrer Anwendung Winsock 2.0 verwenden. (Windows NT 4.0, Windows 2000, Windows ME und Windows 98 enthalten Winsock 2.0.) Winsock 2.0 kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden:

    http://www.microsoft.com/windows95/downloads/contents/wuadmintools/s_wunetworkingtools/w95sockets2/

    Informationen, wie festgestellt werden kann, ob die Winsock 2.0-Komponenten auf einer Windows 95-Plattform installiert sind, finden Sie unter folgender URL:

    http://support.microsoft.com/support/kb/articles/Q177/7/19.asp

    Ohne die Aktualisierung von Winsock kann InetAddress.getByName in kernel32.dll abstürzen, wenn die Zuordnung eines Namen fehlschlägt. Informationen über diesen Fehler finden Sie auf der Microsoft-Website.

    http://support.microsoft.com/support/kb/articles/Q176/3/54.ASP

    JavaTM Plug-in-Komponente

    Die folgenden Hinweise beziehen sich auf die Java Plug-in-Komponente dieser Version.

    Lokalisierungshinweise

    Allgemeine Informationen über die Unterstützung von länderspezifischen Einstellungen in dieser Version finden Sie in den Lokalisierungshinweisen.

    Dokumentation

    Die folgenden Kommentare beziehen sich auf die Dokumentation dieser Version.

    Tools können unter Solaris 2.6 keine japanischen PCK-Strings konvertieren

    Wenn unter Solaris 2.6 und bei Verwendung der Ländereinstellung ja_JP.PCK japanische Zeichenfolgen als Argumente des java-Befehls verwendet werden, tritt ein Fehler auf. Um dieses Problem zu vermeiden, ändern Sie Zeile 89 der Datei /usr/java/bin/.java_wrapper von
    exec $DEBUG_PROG "$prog" $opts "$@"
    
    zu
    exec $DEBUG_PROG $prog $opts $@
    

    Probleme mit der Schriftart für traditionelles Chinesisch

    Die folgenden Probleme mit Schriftarten in traditionellem Chinesisch sind in dieser Version bekannt.

    Unterstützung für Windows 2000

    Version 1.3.1 des Java 2 SDK wird unter den englischen Regionaleinstellungen von Windows 2000 Professional, Windows 2000 Server und Windows 2000 Advanced Server unterstützt. Die DataCenter Edition von Windows 2000 wird nicht unterstützt. Unter nicht englischsprachigen Regionaleinstellungen wird nur Windows 2000 Professional unterstützt. Bekannte Probleme mit Windows 2000:

    Installation unter Windows NT

    Nach der Installation der Java Runtime Environment 1.3.1 hat das ActiveX-Steuerelement C:\Winnt\Downloaded Program Files\Java Runtime Environment 1.3.1 den Status "Beschädigt". Dies ist kein wirkliches Problem, denn der Status "Beschädigt" hat in keiner Hinsicht nachteilige Auswirkungen.

    Es gibt trotzdem eine Ausweichlösung, wenn aus bestimmten Gründen nicht der Status "Beschädigt" angezeigt werden soll. Klicken Sie im Startmenü auf "Ausführen", und geben Sie "regedit" ein. Suchen Sie im Fenster des Registrierungseditors den Registrierungsschlüssel "KEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Code Store Database\Distribution Units\8AD9C840-044E-11D1-B3E9-00805F499D93\DownloadInformation" Doppelklicken Sie auf den String "INF", und löschen Sie die markierte Zeichenfolge unter "Wert". Das ActiveX-Steuerelement hat danach den Status "Installiert".


    Copyright (c) 2001 Sun Microsystems, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Sun